Unsere gegenwärtige Weltlage

 

Ein paar Bemerkungen zum Beginn

Ich werde versuchen, in den folgenden Zeilen meine Sicht der heutigen Welt in etwa darzustellen. Positives und Negatives soll zur Sprache kommen. Wenn -was ich befürchte - die negativen Seiten wohl  etwas stark betont werden, dann will das keineswegs heissen, dass ich ein Pessimist bin. Ich weiss nicht, ob ich eher ein Pessimist oder ein Optimist bin. Es kommt halt sehr auf den Gegenstand an, den ich gerade betrachte. Was das Weltganze und die göttliche Schöpfung betrifft, da halte ich es mit dem Philosophen und Theologen G. W. Leibnitz: "Gott hat die beste aller Welten geschaffen. In seiner Vollkommenheit konnte er es gar nicht anders tun." Was aber zur Zeit die tatsächlichen Verhältnisse auf unserer Erde betrifft, da müsste ich blind sein, wenn ich  die vielen Missstände nicht zur Kenntnis nehmen wollte. Die Geister und Menschen sind frei, und dies gehört zu den eminent positiven Seiten der geistigen und materiellen Welten. Das Böse wird nicht von Gott geschaffen, aber Er lässt es zu. Nimmt Gott Seinen Geschöpfen die freie Willensentscheidung, auch das Böse zu wollen, dann degradiert Er sie zu blossen Robotern. Es gehört zur Entwicklung des Menschen, dass er eine Pubertät durchmacht, in der er sich weiss Gott nicht immer richtig verhält. Ich sehe die irdische Menschheit derzeit in einer heftigen Pubertätskrise, die sie auch bald überstehen wird. Ein Zeitalter des Geistes ist angesagt; die Wiederkunft Christi ist angebahnt.

 

Was gibt es Positives?

Die Meschheit ist freier geworden; sie hat sich vom abergläubischen Zwang mittelalterlicher Vorstellungen losgelöst. Und wie steht es mit dem Glauben an einen Sinn des Lebens und mit der religiösen Bindung an einen Gott im Himmel? Wenn man die Zahlen betrachtet, dann könnte man leicht geneigt sein zu resignieren; aber alles Grosse wächst im Stillen. Ueberall auf der Welt sind Aufbrüche festzustellen, die zeigen, wie viele Menschen ehrlich Suchende sind. Man mag die esoterischen Strömungen kritisieren wie man will; trotzdem haben sie viel Gutes an sich. Wie soll der Mensch an eine grosse Bestimmung in einer zukünftigen Welt glauben, wenn ihm jegliches Wissen über geistige Verhältnisse abhanden gekommen ist? Esoterische Anschauungen sind oft viel christlicher als man glaubt. Als Einstieg können sie vielen suchenden Menschen helfen, den rechten Weg zu finden. Die Parapsychologie ist zwar als Wissenschaft verschrieen; dennoch hat auch sie ihre Daseinsberechtigung. "Prüfet alles, und das Gute behaltet", so steht es doch schon in der Bibel geschrieben. Wohl muss man sich vor zweifelhaftem spiritistischem Treiben hüten, aber es gibt ja auch sanftere und weniger gefährliche Praktiken.
Denken wir an die vielen naturnahen Heilmethoden, die sich in einer sich von materialistischen Vorstellungen langsam erholenden Medizin breitzumachen beginnen. Nehmen wir zur Kenntnis, wo überall in der Welt gewissenhafte Menschen bemüht sind, auf die Ausbeutung und Vernichtung unserer Umwelt aufmerksam zu machen. Schauen wir auf die Bemühungen in der ganzen Welt, den Menschen eine bessere Bildung zukommen zu lassen. Verachten wir nicht die technischen Errungenschaften, die uns das Leben wesentlich erleichtern können, um dann aber auch leichter zu den geistigen Dingen vordringen zu können.
Zitat aus dem Grossen Evangelium Johannes, Band 5, Kap. 108,5: "Ja, es sollen die Menschen mit Mass und Ziel ja alles haben und sich errichten die mannigfachsten Bequemlichkeiten fürs irdische Leben und sollen schonen ihre Hände vor schweren Arbeiten, um desto mehr Zeit zu gewinnen für die Bearbeitung und Veredelung ihrer Herzen und Seelen, und sollen sein alle gleich voll Freudigkeit in Meinem Namen durch ihr ganzes Leben; aber unter ihnen soll es keinen Leidenden und Traurigen geben, ausser einen mutwilligen Sünder wider jede gute bestehende Ordnung in Meinem Namen!"

 

Leider sehr viel Negatives

Zitat aus dem Grossen Evangelium Johannes, Band 5, Kap. 108,6: "Aber wenn mit der natürlich zunehmenden Geschicklichkeit der Menschen auch ihre Selbstsucht, Habgier und Herrschsucht zunehmen wird und also die Verfinsterung der Menschengemüter, dann natürlich können davon auch die schlimmsten Folgen nicht unterm Wege verbleiben! Denn so ihr einen Fuss um den andern schnell weiter und weiter setzet, so kann die Folge des schnellen Weiterkommens nicht ausbleiben. Wer aber mit dem Weitersetzen seiner Füsse zaudert, der muss sich auch gefallen lassen, so ihm soger eine Schnecke vorkommt."
Fortschritt ja, aber nicht um jeden Preis! Es ist nicht schwer, eine ganze Reihe von Verhältnissen aufzuzählen, die man heute nicht mehr als in der Ordnung seiend bezeichnen kann. In der Offenbarung durch Jakob Lorber werden wir schon seit 150 Jahren gewarnt. Ein paar Beispiele folgen:

 

Das Roden der Wälder und sich häufende Katastrophen

Im Grossen Evangelium Johannes, Band 9, Kap. 63,6 sagt Jesus in einem Urwalde in Samaria:
"Solange derlei Wälder auf der Erde in gerecht reichlichem Masse bestehen und die stets aus allen Sternen zur Erde kehrenden und aus dieser Erde sich entwickelnden und aufsteigenden Naturgeister in solchen Wäldern ihre Aufnahme und wohlgeordnete Unterkunft finden, so lange werdet ihr über dem Erdboden hin weder zu heftige Elementarstürme, noch irgend zu verschiedenartig pestilenzische Krankheiten auftauchen sehen; wenn aber einmal die zu gierende Gewinnsucht der Menschen sich zu sehr an den Wäldern der Erde vergreifen wird, dann wird für die Menschen auch böse zu leben und zu bestehen sein auf dieser Erde und am bösesten dort, wo die Lichtungen der Wälder zu sehr überhandnehmen werden, - was ihr euch auch merken könnet, um die Menschen vor solch einer losen Industrie rechtzeitig zu warnen."

Im Grossen Evangelium Johannes, Band 6, Kap. 174, 5-6 lesen wir die Worte von Jesus:
"Es werden dann sein grosse Kriege vereinzelt unter den Völkern, und es wird ein Volk wider das andere ziehen; auch wird dann eine grosse Teuerung sein, und es werden allerlei pestilenzartige Krankheiten entstehen, wie sie unter den Menschen bis jetzt noch nie bestanden. Dem werden grosse Erdbeben vorangehen, auf dass sich die Menschen dadurch zur Busse und zur Liebetätigkeit ermannen sollen. Wohl denen, die sich danach kehren werden! Aber gar viele werden sich nicht daran kehren und werden das alles den blinden Kräften der Natur zuschreiben, und die Weissager werden Betrüger gescholten werden."

 

Der Hunger und die Arbeitslosigkeit in der Welt

Jesus spricht mit Seinen Jüngern über die ferne Zukunft; Grosses Evangelium Johannes, Band 5, Kap. 108,1:
"Aber es wird kommen am Ende eine Zeit, in der die Menschen zu einer grossen Klugheit und Geschicklichkeit in allen Dingen gelangen werden und erbauen werden allerlei Maschinen, die alle menschlichen Arbeiten verrichten werden wie lebende, vernünftige Menschen und Tiere; dadurch aber werden viele Menschenhände arbeitslos, und die Magen der armen, arbeitslosen Menschen werden voll Hungers werden. "

 

Die mangelnde Liebe unter den Menschen und die Glaubenslosigkeit

Jesus sagt im Grosses Evangelium Johannes, Band 9, Kap. 23, 3-4:
"Aber natürlich, wenn die Menschen sich zu sehr in die blossen Lustreize der Welt verrennen und verstricken und nur denken, dass sie bloss darum da sind, um sich als vernünftige und denkende Wesen von der mit allem reichst ausgestatteten Welt auch alle erdenklichen Wohlgenüsse zu bereiten und des eigentlichen Zweckes gar nicht gewahr werden, warum sie in die Welt gesetzt worden sind, und wer sie in die Welt gesetzt hat, da kann von einer eigentlichen und höheren Offenbarung Gottes und Seines Liebewillens so lange keine Rede sein, als bis die Menschen durch allerlei Not und Elend wenigstens so weit zu denken anfangen, dass sie fragen und sagen: 'Warum mussten wir denn in diese elende Welt kommen, und warum müssen wir uns denn so plagen und martern lassen bis in den sicheren Tod als dem elenden Schlusspunkte unserer Verzweiflung?'... Dann ist auch die Zeit da, in welcher sich Gott den Menschen wieder von neuem zu offenbaren beginnt durch den Mund geweckter Menschen zuerst, durch andere Zeichen und auch durch allerlei Gericht an jenen Menschen, die durch allerlei Lug und Trug und Bedrückung der armen und schwachen Menschen reich und mächtig, stolz und lieblos und voll Uebermut geworden sind und bei sich an keinen Gott mehr denken und noch weniger im Herzen glauben, sondern sich nur in alle Lustbarkeiten der Welt stürzen, die armen Menschen mit Füssen treten und ihnen gar nicht mehr den Wert eines Menschen, sondern kaum den eines gemeinen Tieres erteilen."